Collaboration

Jedermann ist ein Projektmanager – oder warum Kollaboration nicht nur Mittel zum Zweck ist

Dies ist die Fortsetzung des Beitrags Informationsverteilung auf einer neuen Ebene und nimmt Bezug auf die Blog-Parade von Marcus Raitner und das PM Camp in Dornbirn, das dieses Jahr unter dem Motto Beyond Project Management steht.

Kollaboration gibt es seit Anbeginn des menschlichen Zusammenlebens. Kollaborative Partnerschaften geben Gemeinschaften eine Struktur für die Organisation, Planung und Umsetzung ihrer Ideen. Sie sind Mechanismen zur gemeinsamen Entwicklung von Strategien, die Kinder und Familien stärken. Nichts anderes erzielt der Einsatz kollaborativer Arbeitsstrukturen in der Geschäftswelt – die Stärken der Einzelnen zusammen führen, vermeintliche Schwächen Einzelner ausgleichen, Ziele gemeinsam erreichen. Also ist Kollaboration ein Mittel zum Zweck – die Art und Weise, wie Ergebnisse erzielt werden. Jeder von uns versucht sich täglich darin, Ergebnisse zu liefern. Die moderne Technologie ermöglicht es uns, dass mittlerweile jedermann dazu in der Lage ist, ohne umfangreiche Vorkenntnisse im Projektmanagement mitbringen zu müssen.

Einfach zugänglich, intuitiv nutzbar

Die Digitalisierung unserer Gesellschaft fördert die Zugänglichkeit von Werkzeugen, die das Projektmanagement erleichtern. Ob kleine Unternehmen, Teams oder einzelne Mitarbeiter – jeder kann zu jeder Zeit und von jedem Ort aus mittels Kollaboration auf Cloud-basierte Systeme zugreifen und damit die Kommunikation verbessern, umfangreiche Dokumentationen erstellen und die Kontrolle verbessern, indem der Informationsfluss sichergestellt wird, Dokumente sicher verfügbar sind und ein kontinuierliches Berichtswesen möglich ist. Die Cloud ermöglicht es uns, Projekte von großem Umfang in lebendigen Umgebungen zu erschaffen, die ständig aktualisiert werden und immer den Status Quo dessen, was das Team erreicht hat (oder nicht), abbilden. Die einfache Bedienung und universelle Verfügbarkeit von Projektmanagement-Software haben dazu geführt, dass ihr Einsatz immer unkomplizierter wird und entsprechend häufiger stattfindet – in naher Zukunft werden Projektmanagement-Werkzeuge sicher ebenso rege genutzt werden, wie heute bereits Textverarbeitungsprogramme.

Die Hürden fallen

Die Hürden fallen – nicht zuletzt, weil sich die kollaborative Projektplanung einfacher denn je gestaltet und sich die Grenzen auflösen – mobile Geräte ermöglichen den fast uneingeschränkten Zugriff auf virtuelle Arbeitsräume, die typische Projektmanagement-Software lässt sich nahtlos in vorhandene Strukturen integrieren und verschiedene Methoden des Projektmanagements (egal ob klassisch oder agil) werden entsprechend des Bedarfs parallel eingesetzt. Dank intuitiver Schnittstellen und des Einsatzes von bekannter Hardware, wie dem Mobiltelefon, und Technologien, wie z. B. Instant Messaging, werden künftig noch viel mehr Unternehmen und Privatanwender als zuvor Projektmanagement betreiben, ohne dass es ihnen bewusst wird.

Doch nur Mittel zum Zweck?

Dank einer erheblichen Produktivitätssteigerung ist Kollaboration zwar sicher ein Mittel zum Zweck, aber ebenso auch das Spiel, in dem der Spieler echte Unternehmenswerte schaffen kann. Es den Spielern an der Front zu ermöglichen, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen, ist effizienter, verbindlicher, und produziert weniger Fehler. Wenn viele Experten dieselbe Ausrichtung haben und bessere Werkzeuge einsetzen, kann sich das Management darauf konzentrieren, Projekte zu optimieren, statt sie zu kontrollieren. Dank kollaborativer Planungssoftware kann ein Unternehmen realistisch eine Vielzahl von Projekten gleichzeitig bearbeiten, ohne damit die gesamte Organisation lahm zu legen. Die Umsetzung ist der Trick, mit dem das Spiel gewonnen wird – durch Planung allein lassen sich keine Erfolge erzielen. Hier liegt also die Wurzel der Produktivitätssteigerung, Kollaboration = bessere Umsetzung = Gewinn. Womit wir wieder beim Resümee meines letzten Beitrags angekommen wären: Hauptsache, das Ergebnis stimmt.


1. Bild: © 2011 Visualpun.ch.

Helmut Heptner

Als Geschäftsführer lenke ich seit 2012 die Geschicke der Comindware GmbH, einem Software-Hersteller für Workmanagment-Software, und verantworte die geschäftlichen Aktivitäten in Central Europe. Mit Softwarelösungen für adaptives Business Prozess Management sowie kollaboratives Projektmanagement unterstützt Comindware Unternehmen bei der Organisation und Automatisierung von Routine- und Projektarbeit. Ich blogge regelmäßig über Themen „für Unternehmenskenner und Strukturverbesserer“.

© 2010 GDC Europe

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